IT/Informatik in den 1. und 2. Klassen der AHS in Kärnten

 


Die MODULE

GRUNDLAGEN

Die SchülerInnen sollen bereits in einem frühen Stadium die grundlegenden Begriffe rund um den Computer kennenlernen und auch verstehen. Der Computer soll weitestgehend "entmystifiziert" werden, soweit es in dieser Altersstufe möglich ist. Das betrifft sowohl die sichtbaren Peripheriegeräte als auch die wichtigsten Schnittstellen sowie das "Innere" des Computers. Der zunächst abstrakte Begriff "Betriebssystem" soll durch ständiges Bewusstmachen (wo sind die Daten? welche Programme laufen? ) und praktisches Arbeiten klar werden. Die wichtigsten Aufgaben des Betriebssystems sollen erkannt und benannt werden. Die unscharfe Grenze zwischen Betriebssystemsoftware und Standardsoftware soll thematisiert werden. Die Objekte der graphischen Oberfläche sollen sicher bennant werden können, auf den Unterschied zwischen den Eigenschaften von Objekten und den "Methoden" soll immer hingewiesen werden (Objekt markieren, Eigenschaften ansehen und Aktion ausführen). Auf das Erkennen des Zusammenhanges zwischen den Daten und den (verknüpften) Programmen ist großer Wert zu legen. Die Verwaltung (Strukturierung) der Daten (Ordner und Dateien) soll ständig trainiert werden. Sonstige Themen wie Datenschutz, Datensicherheit und Ergonomie sollen in Form von aktuellen Bezügen (z.B. Raubkopien, Viren, Spam) an geeigneten Stellen im Unterricht behandelt werden.

TEXTVERARBEITUNG

Dieses zentrale Modul ist ebenso wie das Modul Grundlagen der sogenannte "running gag" des Informatikunterrichts. Dabei ist besonderer Wert auf das Werkzeug (Programm, mit dem Textverarbeitung betrieben wird) zu legen und keine "Produktfixiertheit" anzustreben (Word ist nicht gleichzusetzen mit Textverarbeitung!). Texte sollen exemplarisch auch mit einem Editor oder mindestens mit einem weiteren Produkt erstellt und bearbeitet werden. Es soll auf elementarer Stufe auch das Konfigurieren von Software (Anpassen nach persönlichen Bedürfnissen, soweit es möglich und sinnvoll ist) gezeigt werden. Bei der Erstellung von (längeren) Texten ist im Hinblick auf die Textgestaltung darauf zu achten, absatzorientiert zu arbeiten (objektorientiert). Die Einbindung von Grafikobjekten in Texten, die Arbeit mit Zeichenwerkzeugen und die elementare Seitengestaltung (Layout) müssen ständig geübt werden. Auf "Ästhetik" und die einfachsten Designregeln soll hingewiesen werden.

PRÄSENTATION

Wohl keine anderes Produkt im Softwarebereich ist so zu einem Synonym geworden, wie Powerpoint (Windows) für Präsentationssoftware. Es ist nichts einzuwenden, am Anfang den SchülerInnen Ihren Spieltrieb zu belassen und sie die faszinierenden Möglichkeiten der Automatisierung (Animationen) erleben zu lassen. Diese Software ist hervorragend geeignet, den (modernen) Zugang zur Informatik in Form von Objektorientierung einzuleiten. Das Arbeiten mit verschiedenen Objekten (Grafiken, Bilder, Texte, ev. Sound) soll hier im Vordergrund stehen. Auf grundlegende Faustregeln im Zusammenhang mit Präsentationen (weniger ist oft mehr: Farben, Schriftgrößen, Animationen) soll schon im zarten Alter von 11-12 Jahren hingewiesen werden. Auch kann hier bereits elementares "wissenschaftliches" Arbeiten im Sinne von Angeben der Quellen (woher stammen die Daten?) thematisiert werden. Der Hinweis "Präsentieren" bedeutet nicht zwangsläufig "eine Powerpointpräsentation vorführen" kann nicht auch schaden.

TABELLENKALKULATION

Computer heißt übersetzt "Rechner". Das soll den SchülerInnen (oberflächlich) bewusst werden. Vielleicht ist da der Hinweis nicht schlecht, dass es Tabellenkalkulationssoftware historisch gesehen noch vor der Textverabeitungssoftware gab. Mit dieser Software erfolgt ein großer Schritt in Richtung Strukturierung von Daten. Der Unterschied zwischen Texten, Zahlen und einfachen Formeln steht hier im Vordergrund. Neben dem Rechnen soll die SchülerInnen auch die das Darstellen von Werten in Form von (aussagekräftigen) Diagrammen kennenlernen.

ZEICHNEN/MALEN UND BILDBEARBEITUNG

Dieses Modul eignet sich sehr gut dafür, auf den wichtigen Unterschied zwischen Bildern ("malen") und Grafiken ("zeichnen") hinzuweisen sowie auf verschiedene Softwarewerkzeuge hinzuweisen. Die Frage: "Wie kommt ein Bild in den Computer? führt auf interessante betriebssystemrelevante Fragen. Der Begriff "Vektorgrafik" kann erwähnt werden, wird mit Sicherheit aber nicht verstanden. Sehr wohl kann und soll der Begriff "Pixel" thematisiert werden. Die SchülerInnen sollen mit den Bildformaten bewusst umgehen können.

NEUE KOMMUNIKATIONSTECHNIKEN

Dieses Modul, vor einigen Jahren noch überhaupt kein Thema im Informatikunterricht (sic!), ist als Katalysator nicht nur für den Informatikunterricht anzusehen. Den SchülerInnen sollen in altersgemäßer Weise die Grundtechniken des E-Mailing und der Internetrecherche vermittelt werden. Die SchülerInnen sollen mit grundlegenden Begriffen vertraut sein, um den Umgang mit Informationen verantwortungsvoll zu pflegen.